Benutzeranmeldung

Walter Blog

Kanufahren, Reiseberichte, Bilder, Karten, Übernachtungen

7. June 2010 - 10:10 – Admin

Kanufahren das will gelernt sein. Reiseerfahrungen im Bild mit Karten der Routen, Übernachtungen in Hotels oder Camping. Stellen Sie sich das mal vor. Da kommt Ihnen ein Rheindampfer entgegen und Sie wissen nicht wie man das Paddel halten muss, damit man nicht ertrinkt, wenn man von dem Binnenschiffer gerammt wird. Nicht auszudenken.

Kanufahren auf dem Rhein bei Speyer

Eine Familie mit zwei Kanus auf einem Seitenarm vom Rhein unterwegs.

Kanufahren und goldene Regeln

Kanufahren auf dem Rhein, dass ist nicht zu unterschätzen, wenn man das auf der Fahrrinne der Binnenschiffer machen will. Die Strömung vom Rhein die ist da je nach Wasserstand enorm. Das würde ich dann lieber doch nicht riskieren und mir zum Kanufahren einen naturbelassenen Nebenfluss vom Rhein aussuchen. Bei uns in der Gegend wo ich her komme, da gibt es schon schöne Routen durch ein Naturschutzgebiet, das bei uns der Altrein im Reffental zwischen Altrip und Speyer ist. Der Nachteil vom Altrein bei Speyer, der liegt beim Kanufahren darin, das man hier viel paddeln muss.

Angenehmer ist das Kanufahren, wenn man da einen Fluss vor sich hat, der ein paar Stromschnellen und ein gutes Gefälle hat. Solche Flüssen die gibt es in Deutschland auch. Doch zuerst mal, was man mit seinen Paddeln machen muss, wenn man eine Rechts- oder eine Linkskurve mit dem Kanu machen will.

Nicht nur der Mann am Heck vom Kanu kann dazu beitragen, in welche Richtung ein Kanu fahren soll. Der Paddler am Bug vom Kanu, der kann da zum Beispiel mit seinem Paddel links vom Boot mit weitem Schwung ausholen und das Paddel im weiten Bogen gegen das Kanu ziehen. So läuft das Kanu sofort nach rechts.

Wenn der Vordermann neben dem Kanu an der Bordwand auf der linken Seite mit dem Paddel in das Wasser einsticht und das Paddel gegen die Fahrtrichtung von hinten nach vorne drückt, dann fährt das Boot nach links. Da muss man aber auch acht geben, dass man nicht kentert, wenn man die Paddelbewegung zu heftig ausführt.

Wenn der Paddler am Heck vom Kanu, sein Paddel in das Wasser hält und es wie ein Heckruder bei den Schiffen benutzt, also das Paddel nach Rechts dreht, dann fährt das dem Kanu in die gewünschte Richtung nach Links und umgekehrt. Das muss man am Anfang an einer ruhigen Stelle im Fluss einfach 30 Minuten üben.

Und so wie bei den Kajaks, das kentern, wo man nur mit einer Rolle wieder über das Wasser kommen kann, das gibt es beim Kanufahren so nicht. Man kann schnell aus dem Kanu raus kommen, wenn man kentert, was auch geübten Kanufahrern mal passieren kann.

Kanufahrer mit Kinder im Kanu: Den Kindern würde ich auf jeden Fall Schwimmwesten überziehen. Es kommt aber auch ganz darauf an, wie alt die Kinder sind und auf welchem Gewässer man unterwegs ist. In Frankreich an der Ardeche, da ist das Kanufahren so gefährlich, dass man da auch als Erwachsener besser eine Schwimmweste überziehen sollte. Da sind schon viele beim Kanufahren ertrunken.

Kanufahren durch eine Stromschnelle: Wer will da schon gerne ins Wasser fallen, außer es ist drückend heiß und man will eine Abkühlung haben. Das hört man dann ja schon von weitem, das Geplätscher von dem Fluss wird immer lauter und man ist gespannt, was sich hinter der nächsten Flussbiegung abspielt. Ob man die Stromschnelle durchfahren kann oder ob es vernünftiger wäre sein Kanu mit samt dem Proviant um die Stromschnelle herum zu tragen. Ich entscheide mich da meist für die bequemere Route und das heißt dann, Paddeln, Augen auf und durch.

Ich richte mich langsam in dem Kanu auf, um besser den Flusslauf an der Stromschnelle beurteilen zu können. Wie soll man die Stromschnelle am besten durchfahren. Wenn man da ein wenig Übung hat, das schon öfters gemacht hat, dann weiß man eben auf was es da ankommt. Im Gedanken da fährt man schon durch die Stromschnelle bevor man die überhaupt erreicht hat und spielt die Bewegungsabläufe mit den Paddeln schon mal durch. An welchen Stellen soll der Vordermann und an welchen Stellen der Stromschnellen der Hintermann am Bug vom Kanu mit dem Paddel agieren.

Wenn ich mich da im Kanu aufrichte, dann lege ich mein Paddel quer über die Bordwand und gehe mit dem Körper hoch in dem ich mich in das Kanu hin stelle. Wenn der Vordermann nicht wackelt dann falle ich auch nicht in den Fluss. Und so habe ich dann den besten Überblick auf die Stromschnelle. Ich sehe als erstes eine Wasserlinse und da hinein, da wo die Strömung am größten ist, da soll das Kanu hin, wenn man in eine Stromschnelle hinein fährt.

Man braucht Geschwindigkeit, denn oft und deshalb heißen die auch Stromschnellen, da liegen nur wenige Zentimeter unter dem Wasser die Steine im Fluss. Und wenn man an den Steinen oder Felsbrocken im Fluss hängen bleibt, dann passiert es, man kentert und das will man ja vermeiden. Da ist es am besten, wenn man vor einer Stromschnelle noch mit den Paddeln kräftig rudert, damit man für die Stromschnelle auch ausreichend an Fahrt aufnimmt. So würde ich das machen und mache das auch bei meinen Kanufahrten.

Dann passiert es doch. Nach der Stromschnelle da kommt die Flussbiegung, man ist unerfahren und unvorbereitet und wird mit dem Kanu an das Ufer gedrückt. Am Ufer befinden sich dann Bäume die weit ausladende Äste haben, die weit in den Flusslauf hinein ragen. Man wird mit dem Kanu da unter die Äste gedrückt, bleibt mit den Körpern daran hängen und kentert. Das sind dann die Situationen, wo man glücklich ist, wenn die teuere Kamera in dem dichten Wasserfass und man noch Kleidung zum wechseln dabei hat.

• • •

Benutzerdefinierte Suche