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Walter Blog

Die Klamm in Dahn, Reisebericht

16. September 2009 - 9:53 – Admin

Die Klamm in Dahn ist mir so stark in Erinnerung geblieben, weil ich in den Höhlen an diesem Felsen in der Nähe vom Dahner Campingplatz schon mal übernachtet hatte. Das war zur Zeit als ich noch in der Ausbildung war. Da bekamen wir auf dem Camping Büttelwoog keinen Zeltplatz. Die Geschichte hört sich aber etwas kurios an, stimmt aber wirklich so.

Die Klamm in Dahn

Was die Klamm in Dahn überhaupt ist

Was die Klamm in Dahn überhaupt ist, hatte mich damals vor beinahe 30 Jahren überhaupt nicht interessiert. Erst jetzt wo ich Webseiten mache. Da konnte ich auf einem Schild lesen, dass die Klamm in Dahn eigentlich ein Bierkeller aus dem Altertum ist.

Es steht geschrieben: Die Klamm in Dahn wurde früher als Bierkeller in Dahn benutzt, als es noch keinen Strom gegeben hat. Da hatten die Bierbrauer und Gastwirte, wie das damals so üblich war, einfach Stollen in den Sandstein getrieben (Anfangs des 19. Jahrhunderts).

Was ich aber auch noch nicht wusste, ist dass man dem Eis damals Sägespäne beigefügt hatte. Warum man das so gemacht hat mit dem Eis? Wahrscheinlich weil man dann nicht soviel Energie aufwenden musste bis man so einen Eisbrocken hatte. Das weiß ich aber nicht, deshalb kann ja einer etwas darüber im Kommentar schreiben wenn er möchte. Jedenfalls hatte ich die Klamm in Dahn wegen was anderem in Erinnerung. Ich habe in einer der Höhlen mal schlafen müssen.

Die Klamm in Dahn, Reisebericht

Ich muss nochmals ausdrücklich betonen, dass ich damals erst 18 Jahre alt war und die Geschichte heute nicht mehr so rühmlich finde, wie damals. Das war die Zeit, wo wir kaum Geld hatten und noch in der Ausbildung waren. Wie es zu dieser Zeit üblich war, wollte man schon so früh wie möglich den Autoführerschein besitzen und dann natürlich auch das erste Auto haben. Und man wollte sich gegen die Erwachsenenwelt der Spießer auflehnen. Heute ist man in den Augen der Jugendlichen selbst der Spießer geworden.

Freunde von mir hatten einen orangenfarbenen Ford Escort gebraucht gekauft. Mit dem Wagen sind wir dann zu fünft, zuerst nach Frankreich zum zelten gefahren. Nahe Bitch war das auf einem Campingplatz in einem Ort dessen Namen man kaum aussprechen kann. Haspel-Dingsbums, ich weiß nicht mehr so genau. Da hatten wir die Festung in Bitch in Frankreich besichtigt und neben einem See und Truppenübungsplatz der Französischen Armee übernachtet. Da hörte man oft nachts das Gerassel der Kettenfahrzeuge usw.

Da hatten wir uns überlegt einfach in das nahe gelegene Dahn auf den Campingplatz zu fahren. Als wir in Dahn angekommen waren war es schon spät am Abend, es war bereits Dunkel, obwohl es Sommer war. Zufällig haben wir Bekannte aus dem Nachbarort in der Vorderpfalz dort auf dem Campingplatz Büttelwoog getroffen, die hier schon gezeltet haben.

Wir fünf Freunde haben keinen Zeltplatz mehr bekommen und woanders wollten wir an dem Abend auch nicht hin fahren. So haben wir den Ford einfach neben den Felsen Braut und Bräutigam, die am oberen Ende der Klamm stehen, abgestellt. Zuerst saßen wir fünf in dem kleinen engen Wagen und haben im sitzen samt Klamotten einfach geschlafen. Bis es mir schließlich zu eng geworden ist und die Luft war auch noch schlecht, da haben wir uns auf die Wiese, etwas unterhalb von den Felsen zum schlafen hin gelegt. Auf einem Bild sehen Sie die Wiese, wo das war.

Später in der Nacht, die nicht so kühl war, hat es aber begonnen zu regnen. Wir hatten zum Glück eine große Plastikfolie dabei, die wir uns einfach über uns gelegt haben, damit wir nicht nass werden.

Wiese in Dahn an den Felsen, Braut und Bräutigam (unser Schlafplatz, damals)

Wenn man dann schließlich eingeschlafen war, wurde man schnell wieder wach, weil die Luft langsam knapp wurde unter der Folie. Das ist mir dann mit der Zeit zu gefährlich geworden und ich habe einen anderen Schlafplatz gewollt. Genau wie mein Freund, der wollte auch nicht weiter unter diese Folie schlafen.

So haben wir uns kurzerhand in eine der Höhlen in die Klamm gelegt, die nicht zugemauert oder mit Gitterstäben verschlossen waren. Am nächsten Morgen als wir dann aufgewacht sind, haben wir gemerkt, dass unsere Schlafsäcke unten an den Füssen ganz nass waren. Wir hatten eben nicht mit dem ganzen Körper in der Höhle gelegen. Und da kam eine Mutter mit ihren beiden Kindern an uns vorbei gelaufen.

Die Kinder, als die uns gesehen haben: Guck mal Mami, da schlafen Leute. Und die Mutter, die Kinder schnell an die Hand genommen und gesagt, kommt schnell weiter. Wir müssen denen vorgekommen sein, wie die Penner. So das war die eigene Geschichte zur Klamm in Dahn und warum die mir nie wieder aus dem Kopf geht. Heute würde ich das nicht mehr so machen und lieber in einem Hotel übernachten.

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