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Wegelnburg, Ritterburg, Dahner Felsenland, Bilder und Reiseberichte
15. September 2009 - 9:41 – Admin
Die Wegelnburg ist eine sehenswerte Ritterburg im Dahner Felsenland. Das Phantastische an der Wegelnburg ist der Panoramablick, weil die Burg die Burg in der Süd-Pfalz ist, die auf einem 577 Meter hohen Berg liegt.
Reiseberichte in Bilder mit einer guten Wegbeschreibung.

Mit einem Klick auf den Ritter mit der Armbrust, sind Sie in der Zeit von dem Deutschen Mittelalter. Viel Spaß.

Wegelnburg, Anreise
Auf die Wegelnburg kann man nicht mit dem Auto hin fahren außer man hat einen Geländewagen. Den hatten wir auch dabei unseren Subaru Forrester mit Allradantrieb. Doch wir sind zur Wegelnburg gewandert. Hatten aber keine brauchbare Wanderkarte.
Brauchbare Wanderkarten für ein paar Burgen zu besichtigen, dass war uns dann doch zuviel. Deshalb sind wir auf gut Glück los gelaufen. Eigentlich wollten wir ja zuerst auf direktem Weg auf die Wegelnburg wandern, doch wir haben den richtigen Weg nicht gefunden.
So hatten wir unser Auto an einem Parkplatz in dem Ort nahe der grünen Grenze zu Frankreich und dem Elsass, in Nothweiler abgestellt.

Von dort sind wir zuerst in Richtung Gimbelhof gelaufen auf einem Schotterweg und dann rechts ab auf einen schmalen Pfad. Dann kann man sich entscheiden, ob man zuerst an die Burg Fleckenstein oder auf die Burg Löwenstein geht.
Der Vorteil bei dieser Wanderung auf die Wegelnburg liegt nicht nur bei der Belohnung mit dem Panoramablick auf 577 Meter Höhe, sondern auch darin, dass man bei der Route gleich vier Burgen besichtigen kann.
(Wenn man sich die Mauern noch ein paar Meter höher vorstellt, dann hat man so eine Ritterburg, wie man sie oft in Hollywood Filmen sieht).
Der Nachteil liegt in der Beschilderung und den Karten, die bei der Touristeninformation nicht Maßstabsgerecht sind.

Da kann man nur schwer abschätzen, wie weit es bis zu den Ritterburgen ist. Vielleicht liegt es an der Nähe zu Frankreich.
Früher wollte man halt nicht, dass die Nachbarländer, die genauen Entfernungen der Orte und die Länge der Wege kennen. Ich weiß es nicht.
Jedenfalls kann ich Ihnen jetzt sagen, wie der kürzeste Weg auf die Wegelnburg ist.
Da habe ich Bilder gemacht, wo man auf welchen Wanderweg einbiegen muss, um zuerst auf die Wegelnburg zu gelangen und dann auf Hohenbourg und die anderen drei Ritterburgen in der Nähe. Ich gebe es zu, der Ritter vor dem Torbogen am Eingang zur Wegelnburg, das ist eine Fotomontage die ich selbst erstellt habe. Kann man ja mal machen finde ich und passt ja auch gut ins Bild.
Nothweiler unter der Wegelnburg, Anreise-Infos

Wegelnburg, Eindrücke, Bilder, Reisebericht
So, jetzt zu den beeindruckenden Fotos mit Reisebericht von der Wegelnburg. Was mich als erstes an der Wegelnburg beeindruckt hat, war die Bauweise der Ritterburg.
Da sah man auf den ersten Blick, dass sich die Ritter aus der Pfalz, mit dem Bau der Burgen gut ausgekannt haben müssen.
Oder sie hatten irgendwo anders erste Erfahrungen von Angriffen auf eine Burg gesammelt gehabt. Woher sonst hätten die Burgherren der Wegelnburg wissen sollen, dass man den Weg zur Burg so verschachtelt, dass man die gut verteidigen kann.
Wenn die Angreifer durch das erste Tor durchgebrochen sind, mussten sie immer noch einen Weg gehen, der wie ein langer Gang aussieht.

Hinter den Mauern des Ganges hinter dem Tor, da konnten sich gut die Bogenschützen hin stellen und die Angreifer abwehren.
Das erkennen Sie auf einem meiner Fotos. Und wenn die Angreifer der Burg auch diese Bastion genommen hatten, dann haben sich die Bogenschützen wahrscheinlich einfach hinter die nächste Mauer verkrochen und von da auf die Angreifenden feindlichen Ritter geschossen.
Außerdem liegt die Wegelnburg nicht umsonst auf so einem hohen Berg und einem Felsen. Das ist einfach gesagt eine riesige Burg. Das sieht man erst richtig wenn man oben ist.
Die Wegelnburg besteht aus einer Unterburg oder Vorburg, einer mittleren Burg und der oberen Burg, wo das Plateau ist. Zudem gibt es noch einen tiefen Brunnen, der durch den Felsen getrieben ist. Der Brunnen ist aber mit einem Gitter abgedeckt.

Wenn man auf die Wegelnburg geht und den Torbau durchschritten hat. Den langen verwinkelten Gang in Richtung der mittleren Burg geht, sieht man linker Hand eine Höhle, die in den Felsen gehauen ist.
Über eine steinerne Treppe gelangt man dann zur mittleren Burg und zum Plateau. Da haben wir aber alle Bilder von hier gezeigt. Und noch was ein echter Geheimtipp für die Biker: Super Strecken für die Motorradtouren und steile Waldwege für die Mountainbiker.
Wegelnburg, Geschichte und Vermutungen
Die Geschichte zur Wegelnburg ist ähnlich, wie die der anderen Ritter Burgen in der Nähe zu Frankreich, von denen ich auch noch berichte. In der Chronik, der Wegelnburg, die ich kenne, da steht das die anfangs des 12. Jahrhunderts erbaute Burg mehrfach den Besitzer gewechselt hatte und ein paar mal zerstört worden ist.

Doch bei der einen Geschichte, als die Wegelnburg von den französischen Bauern, die von einem kaiserlichen Landvogt unterstützt wurden, erobert und zerstört wurde, da haben die Geschichtsschreiber bestimmt was weg gelassen.
Die Bauern oder Bürger, die haben bestimmt die Wegelnburg erobert, weil sich wie auf so mancher anderen Burg in dieser Gegend, Rabritternester befunden haben.
Sonst wären da ja reguläre Truppen gekommen.
Vermutlich ist da die Geschichte etwas geändert worden, weil man nicht die bedeutenden Herrschernamen beschmutzen wollte, oder was weiß ich.

So soll der Bernhard von Woegelnburg der Erbauer dieser so beeindruckenden Burg mit Aussicht über die Nordvogesen, den Wasgau und das Rheintal hat, gewesen sein.
1272 war das, wo die Bürger die Burg angegriffen haben, wo ich vermute, wegen den Raubrittern. Von da an war die Wegelnburg zerstört, wurde aber vom Herzogtum Zweibrücken unter dem Herzog Stephan wieder aufgebaut.
Im Jahr 1680 wurde die Wegelnburg dann von einem französischen General zerstört. Der Genaral Montclar hatte die Wegelnburg schleifen lassen, heißt es in der Geschichte.
Und das ist dann auch das Wort, auf das ich noch gewartet hatte und mir in Erinnerung war. Eine Burg schleifen lassen, soll dann wohl heißen: man hat die Burgmauern zerstört und alles niedergebrannt, oder so ähnlich.

Dann soll hier noch ein berühmtes Märchen seinen Ursprung haben. Das Märchen Dornröschen, ist das soviel ich weiß. Da wo der Frosch geküsst werden muss und ein von einem Zauberer verwunschener Prinz steht dann plötzlich da, der vorher eine Kröte war.
Natürlich, ist das der Wunsch, des Schreibers, von dem Märchen, dass die Geschichte so abgelaufen ist. Doch an der Wegelnburg gibt es eine Sage, die etwas andere besagt. Dazu müssen Sie aber selbst hier her zur Wegelnburg kommen. Ich verrate nicht wie die Sage ursprünglich richtig erzählt wird. Das erfährt man bei einer Besichtigung der Wegelnburg.
Und was man noch erfährt, ist in welcher Richtung die wichtigsten Städte des Mittelalters von der Wegelnburg aus gesehen liegen. Auf meinen Fotos der Wegelnburg können Sie vielleicht auch so viel oder sogar noch mehr Phantasie bekommen, als ich.
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