Dom in Speyer Besichtigung mit Bilder und Video

Dom in Speyer Besichtigung mit Bilder und Video. Was es um den Dom zu sehen gibt, wie man da hin kommt. Die Preise für den Eintritt zur Krypta (Gruft),wo die Deutschen Kaiser Gräber sind, in einem Reisebericht mit Geschichte zusammengefasst.

Dom in Speyer, von der Seite betrachtet, wenn man vom Technik Museum ins Zentrum fährt

Entwicklung der Sakralbauten in Deutschland

Die Geschichte der ersten monumentalen kirchlichen Bauwerke in Deutschland hängt unmittelbar mit der Weltgeschichte und der Baukunst zusammen. Die ersten Kaiser in der Weltgeschichte, das waren die Herrscher aus Rom (Imperatoren, Cäsar etc.).

Als die Burgunder und die Nibelungen das Rheingold in der Höhle versteckt oder im Rhein versenkt hatten und deren Herrschaft mit dem Nibelungenlied unterging, damals muss das gewesen sein, als das mit der christlichen Religion bei uns erst anfing.

Nach der Verfolgung der Christen, die bis etwa 300 nach Christie Geburt andauerte, entwickelte sich die katholische Kirche zuerst in Ost-Europa. Es wurden die ersten Monumentalen Bauwerke als Sakrale Bauwerke errichtet. Diese Kirchen hießen Basiliken. Das soll im Mailänder Duldungsedikt im Jahre 313 geschehen sein, als die Verantwortlichen beschlossen den christlichen Glauben zu erlauben oder zumindest die Christen nicht mehr zu verfolgen. Die Christen konnten die Katakomben verlassen, wo die ihre Gottesdienste abhielten.

Radfenster am Dom in Speyer, über dem Portal. In den Ecken ein Greif, ein Adler, ein Engel und ein Lamm

Der damalige römische Kaiser Konstantin der Große, der zwischen den Jahren 306 bis 337 zuerst über das weströmische Reich herrschte und ab 324 die Alleinherrschaft erlang, veranlasste die erste Kirchenversammlung (Konzil) in der Geschichte der Christenheit.

Konstantin beschloss ab etwa dem Jahr 330 n.Chr., Byzanz zu der Reichshauptstadt zu machen. Byzanz so hieß die Stadt in der Antike, wo die heutige Stadt Istanbul ist und wurde zu Zeiten von dem Kaiser Konstantin schnell in Konstantinopel umgetauft.

350 nach Christus wurden in Europa die heidnischen Kulte verboten. Ab etwa des Jahres 395 soll das Imperium wieder aufgeteilt worden sein. Es entstanden das Ost- und weströmische Reich.

Chorturm am Dom in Speyer, mit Drillingsfenster und Pyramidendach, die vielen kleinen Bögen über den Bogenfenstern nennen die Experten Rundbogenfries

Konstantin überließ dem Bischof von Rom das Gelände in Konstantinopel, damit man dort Kirchen bauen konnte. Damals war das eher so, das Kirchen im Osten mehr dazu bestimmt waren den Triumph des Christentums zu beweisen. In Konstantinopel entstand die Apostelkirche, Kirche der Göttlichen Weisheit Hagia Sophia. In Jerusalem gab es zu dieser Zeit bereits die Auferstehungskirche auf dem Ölberg um einen Felsen gebaut wo Jesus vor der Himmelfahrt seinen Fußabdruck hinterlassen haben soll. Auch in Bethlehem gab es schon im 4. Jahrhundert die Geburtskirche. St. Peter in Rom wurde auch von Konstantin errichtet.

Als die Ostgoten mit ihrem Anführer Theoderich bei der großen Völkerwanderung, die kamen damals aus Asien über die heutige Gegend von Serbien, in Europa einfielen, begann der Zerfall des weströmischen Reiches. Mit Justinian war Byzanz bis zum Jahr 553 die größte Macht, so die Geschichtsschreiber.

Den Gang mit den Säulen an den Arkaden oben am Vierungsturm könnte man als Galerie bezeichnen. Auf dem Domplatz sieht man einen großen Kelch aus Sandstein am Dom zu Speyer

Bei uns in Deutschland kamen zu dieser Zeit, ab etwa dem 500 Jahrhundert nach Christie Geburt, die Merowinger, Karolinger und die sogenannte karolingische Zeit.

Dann ab etwa Anfangs des 7. Jahrhunderts vielen die Araber in das byzantinische Reich ein und eroberten Teile Kleinasiens, Syriens, Ägypten und Nordafrika. Auch Italien gehörte damals zum byzantinischen Reich. Konstantinopel wurde belagert.

Während des Reiches der Karolinger wurden die Mauren geschlagen, das war im Jahr 732. Karl der Große wird im Jahr 800 vom Papst zum Kaiser gekrönt. 919 wird Heinrich der I. von den Deutschen Stämmen zum König gewählt, heißt es. 936 - 973 lebte Otto I., der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde. Von da an herrschen die Sachsenkaiser bis in das Jahr 1024. In der Frühromanik vom Jahr 1002 bis 1024 Herrschte Heinrich II. mit seiner Gattin Kunigunde.

Ab etwa 1200 begannen die Kreuzfahrer Konstantinopel zurück zu erobern. Das war auch die Zeit der größten Kreuzzüge in das heilige Land.

Um die Jahre 1450 begann der Untergang des byzantinischen Reiches und Konstantinopel wurde durch die Türken erobert. Ich dachte mir, diese Geschichte ist viel interessanter wie der Speyerer Dom. Wenn überhaupt, dann finde ich den Wormser Dom viel schöner. Gut, der ist auch noch ein paar Jahre älter als der Speyerer Dom. Der älteste Dom in Rheinland-Pfalz ist der Dom in Mainz.

Apsis am Dom in Speyer, an dem Anbau links, erkennt man schon Fenster mit gotischen Einfluss. Links ist das Seitenapsis und die beiden Chortürme beidseits des Vierungsturmes.

Staufer und die Salier in Speyer

Die Salier und Salische Kaiser herrschten von 1024 bis 1025. Die Basiliken wurden von dem Baustil der Klöster abgelöst. Staufische Kaiser herrschten von 1138 bis 1250. Der Barbarossa kam noch später. Die Kaiser waren schon seit etwa 400 nach Christus die größten Herrschergeschlechter, erst später wurden die Könige gleichgesetzt heißt es in der Deutschen Geschichte.

Im 11. Jahrhundert, etwa im Jahr 1024 - 1031 muss das gewesen sein, als der Deutsche Kaiserdom zu Speyer erbaut wurde. Walter hat mir noch gesagt wie der jetzige Bischof von Speyer heißt.

Dom Speyer, Romanische Baukunst

Romanischer Bau, das erkennt man an den schlichten Gewölben ohne viele Schnörkel. Wenn Sie mal bei Ihrer nächsten Besichtigung von dem Dom darauf achten. Die katholischen Kirchen, die sehen doch immer ähnlich aus. Das kommt daher, weil man die Grundformen der ersten Monumentalbauten in der Weltgeschichte nachahmen wollte.

Die Vorbilder waren die Bauwerke der Griechen in der Antike. Und weil die Sakralen Bauwerke auch Macht und vielleicht sogar die Staatsmacht repräsentieren sollten, deshalb ist man dazu übergegangen Säulen, Rundbögen, große, dicke Wände und Hallen als Stilelemente in die ersten Kirchen mit einzubauen.

Querschiff am Dom in Speyer. Um hohe Wände seitlich abzustützen machte man die Mauern dick und verstärkte die mit seitlichen Bogenwände, die die Last ableiten sollten

Der Grundriss von den Sakralbauten der katholischen Kirche ist immer wie ein Kreuz geformt. Der größte Raum in der Kirche ist das Kirchenschiff. Das Gewölbe soll den Himmel symbolisieren. Deshalb wollten die Baumeister die Kirchenschiffe möglichst schlank und hoch gegen den Himmel bauen. Separate Kirchentürme kamen als Stilelemente erst viel später hinzu. In der Romanik baute man ohne viele Fenster in den Wänden. Die Fenster sollte man damals im Winter mit Läden schließen können.

Das ganze Wissen über die Baukunst entstand in den Klöstern mit ihren angeschlossenen technischen Schulen, mit ihren Konversen und Laienbrüdern, den Novizen und Lehrlingen, nach Anleitungen und Überlieferungen der Handwerksgeheimnisse.

Die Bauträger der Klöster, Kirchen und dem Dom zu Speyer, das waren in der Regel die Bischöfe, der König oder ein Herzog. Da wo der Knotenpunkt vom Grundriss des Domes des symbolischen Kreuzes ist, da befindet sich gewöhnlich im Dom der Ostchor mit einer Vierungskuppel.

Bauwerk hinter dem Dom zu Speyer

Dom Speyer, Dombau

Anhand von einem Bild vom Speyerer Dom kann ich Ihnen die einzelnen Bauteile in der Romanik aufzeigen. Die Baumeister von damals, die hatten es nicht ganz so schwer wie die alten Ägypter, die wesentlich größere Steine behauen und transportieren mussten. Ob die Baumeister die den Dom zu Speyer gebaut haben, den Ägyptern etwas abgeschaut haben, sein mal dahin gestellt. Inspiriert wurden die von der griechischen und Byzantinischen Baukunst.

Auf einem Bild von einer Burg, da sieht man so einen Kran, wie man den im Mittelalter genommen hat, um größere Steine zu heben. Das Hebelgesetz richtig eingesetzt, das lässt sich so einiges bewerkstelligen. Steinmetze wurden von den Äbten ausgebildet oder aus der Lombardei geholt.

Dom Speyer, Bauteile: Jetzt muss ich erst mal das Bild aufrufen und nochmal nach schauen.

Das grüne lange Dach zwischen dem West und dem Ostchor, so nennt man die Bauteile in der Mitte der Seitenschiffe, die im Grundriss wie ein Kreuz aussehen, nennt man Langhaus.

Verliebtes Paar das hinter dem Dom zu Speyer vor einem historischen Bauwerk ein Andenken-Foto haben wollte. Ich zeige die hier mit deren Einverständnis.

Warum der Dom in Speyer gebaut wurde, eigene Meinung

Ich meine das muss so gewesen sein: Die ersten Bewohner haben sich in Deutschland da angesiedelt wo man auch ohne Ackerbau überleben kann. Und das war eben an den Seen, den Küsten oder den Flüssen. Da konnten die wenigstens Fische fangen, wenn gerade kein Wild gejagt werden konnte. So muss es dazu gekommen sein, das hier besonders viele Menschen gelebt haben. Und die brauchten geistlichen Beistand. Ich vermute mal das man deshalb die Dome an den Rhein gebaut hat.

Der Dom sollte auch die Staatsmacht sichtbar untermauern. Die Menschen glaubten schon immer an die Götter und gaben Opfer. Büßer suchten mit Geld sich von den Sünden frei zu kaufen. Die Kaiser und Könige wurden von den Kirchenoberhäuptern gekrönt oder Kaiser haben den Papst ernannt. Und das war in dieser Zeit eben der Herrscher oder der Staat wenn man so will.

Dom in Speyer, Besichtigung: Wir waren mittags am Dom in Speyer. Über die Seitentür konnten wir den Dom betreten. Leider wird der Dom gerade saniert oder etwas daran gebaut. So war ein Teil davon abgesperrt. Und weil ich kein Geld mehr hatte, konnte ich auch nicht in die Krypta gehen, wo die Kaiser bestattet sind. Hätte ihnen auch davon noch gerne ein paar Bilder gezeigt. Vielleicht klappts beim nächsten Besuch vom Dom zu Speyer.

Kommentare

Retscherruine in Speyer am Rhein.

Auf dem einen Foto, wo das verliebte Paar gezeigt wird, das ist die sogenannte Retscherruine, sagt Walter. Die Retscherruine in Speyer befindet sich direkt hinter dem Speyerer Dom, im Domgarten. Wenn im Sommer in Speyer das berühmte und schöne Altstadt-Fest statt findet, dann spielen an der Retscherruine im Domgarten Musikgruppen.